Piccazone

17. Dezember 2009

“Born of Frustration” rief der junge Britpopper in mir und so wuchs im Laufe des Tages der Plan, aus den aufgetauten Putenschnitzeln eine gefüllte Variante zu machen – um mal etwas anderes zu machen. So siedelte sich das Ergebnis zwischen Calzone und Piccata an.

Gleichzeitig mein nächster Beitrag zur:
Cucina rapida - schnelle Küche für Genießer. Ein Blog-Event von mankannsessen.de

Zunächst einmal habe ich Blattspinat kurz gedünstet und ausgedrückt.
Die zwei Putenschnitzel per Schmetterlingsschnitt in der Fläche verdoppelt, um sie dann mit dem Schnitzelklopfer noch einmal zu vergrößern – in etwa auf die Grundfläche meiner Pfanne.

Fürderhin verquirlte ich ein Ei mit einem EL Parmesan und einem EL Mehl. Dies würde das verbindende Element sein.

der Kitt belegt nach dem transport

Auf einer Schnitzelgrundfläche platzierte ich, einen Rand lassend, den leidlich trockenen Spinat und umkleisterte den Rand mit der Parmesan-Ei-Mischung. Was übrig blieb verstrich ich auf dem Spinat. Das andere Schnitzelstück fungierte als Deckel, den ich leicht andrückte.
Die Oberseite bepuderte ich mit Mehl, die andere Seite nachdem die Piccazone in der Pfanne lag.

versiegelt

Ein leichtes Problem verursachte der Transport in die heiße und mit reichlich Öl und Butter bestückte Pfanne – hat aber geklappt (Teller- oder Deckel-Stürzaktionen haben den eklatanten Nachteil, dass heißes Fett durch die Gegend spritzt!). Die Füllung sollte also nicht zu dick und Flüssig sein.

Beim Braten quillt die Käse-Ei-Masse ein wenig heraus, verschließt so die beiden Teile und umhüllt das Fleisch Teilweise.

Piccazone Basisvariante
Während ich das Teil aufschnitt musste ich Denken, dass wir das zu Dritt essen werden (und was übrig blieb), wo es bestimmt Leute gibt, die so ein Ding alleine vertilgen. Ts, ts.

Nett. Und wie fast immer bei mir, eher eine Basisvariante, die in Raffinesse weiten Spielraum nach Oben lässt. Man denke hier nur an aromatische Pilze in der Füllung, Kräuter, Zwiebeln, Pinienkerne, getrocknete Tomaten, vielleicht sogar geröstete Kartoffelwürfelchen… hätte ich die Zeit, hätte ich das gerne so gegessen. Und so schließt sich der Kreis: Born of Frustration.

Abschließend sei noch bemerkt, dass kleinere Varianten, beziehungsweise aufgeschnittene Piccazones, sich bestimmt gut als Vorspeise oder Partyhäppchen eignen.

  1. 18. Dezember 2009, 18:02 | #1

    Für “Born of Frustration” ist das doch klasse. Verbesserungspotential gibt es schließlich bei jedem Gericht. Danke für’s Mitmachen.

  2. 19. Dezember 2009, 23:32 | #2

    Hallelujah. Das sieht fuer mich eher nach ‘koennen auch 10 von satt werden’. Und ich dachte, die Englaneder waeren Liebhaber der schweren Kueche. Mach doch mal ‘Chip Butty’ = weisses, gebuttertes Toastbrot mit Pommes belegt. Bleurgh.

  3. pieps
    20. Dezember 2009, 21:35 | #3

    Ja? Zu mächtig? Etwa 150 g Putenfleisch, dasselbe an Spinat, 1/3 Ei, ungefähr einen Teelöffel Parmesan und Mehl pro Person – gebraten in Fett? Vielleicht wirken die Bilder so.

  4. Renata
    12. Januar 2010, 15:26 | #4

    Sieht ja echt lecker aus! Hoffentlich schmeckt auch so gut…Mal sehen, werde noch heute ausprobieren. Danke für den tollen Tipp.

  5. pieps
    12. Januar 2010, 21:15 | #5

    @Renata
    Danke. Die URL habe ich dann mal gelöscht. Ich konnte mich des Verdachtes nicht erwehren, dass Sie nur ein bisschen Promo machen wollten. Falls nicht, tut’s mir ehrlich leid.

Kommentare sind geschlossen