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Knollenselleriecurry

11. Januar 2009

Knollensellerie

Knollensellerie ist nachvollziehbar in Verruf geraten, denn er hat einen eigenen Charakter – nicht gerade das, was momentan gesucht und gefragt ist. Der leicht muffige Ruf des einheimischen Gemüses sowie der schwierige, senfig-scharfe Geschmack machen es ihm nicht leicht.

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Ich kann mich da nicht wirklich ausnehmen – sicherlich esse ich ihn auch als Gemüsebeilage, aber ich verstehe jeden, dem es zu ‘streng’ ist. Ich persönlich finde auch nicht, dass Pürees weiterhelfen. Knollensellerie ist egozentrisch, bei der Aromenintensität kann Fleisch kaum mithalten. Also, warum lamentieren und der Knolle nicht gleich die Hauptrolle verpassen.
Um es dann interessant zu gestalten, überlegte ich mir, die senfig-scharfe Eigenschaft zu nutzen und sie eher zu unterstützen, als zu eliminieren – die Idee zum Curry war geboren.

Nun habe ich auch mit Currypulver ein Problem  – zu viele schäbige Putenfleisch-Pfannen, die ‘exotisch’ sein sollten. Vielen Dank.

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(Man denke sich bitte den Senf und die Tomaten vom Foto weg – habe mich wegen des klareren Geschmackes und der ausreichenden Menge Flüssigkeit kurzfristig dagegen entschieden)

Um dies nun zu umgehen, habe ich einen EL Butter mit etwa derselben Menge Sonnenblumenöl erhitzt und darin eine gewürfelte Zwiebel, nebst einer Zehe Knoblauch mit

  • 1 EL Kurkuma
  • einer Messerspitze Chili
  • 1/2 EL Fünf-Gewürze-Pulver
  • 1 TL Cumin

und natürlich etwas Salz angeschwitzt.

Unterdessen habe ich den Sellerie in etwa walnussgroße Stücke geschnitten und hinzugegeben. Alles zusammen dann für ungefähr eine Viertelstunde bei geschlossenem Deckel dünsten lassen, bevor 400 g Kokosmilch hinzukamen.

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Eher aus farblichen Gründen fügte ich noch kleine, rote Paprikawürfel hinzu, ebenso wie kurz vor dem Servieren gehackte Petersilie.

Letztlich passierte nun nicht mehr viel: Das Curry köchelte während der Zeit, den der Basmatireis zum Garen benötigte weiter (um und bei zwanzig Minuten). Für die Sämigkeit und eine etwas dickere Konsistenz, habe ich das Curry dann mit ein wenig angerührter Kartoffelstärke versetzt.
Der Sellerie war zum Servieren noch in Form aber sehr weich und angenehm im Mund.

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Anders als bei einem früheren Versuch mit einer Steckrübe, war ich diesmal auch geschmacklich ziemlich zufrieden. Der Eigengeschmack des Selleries fügte sich gut in das insgesamt sehr milde Curry. Im Nachhinein war es eine gute Entscheidung, Senf und Tomaten weggelassen zu haben.
Keines der Gewürze an sich war dominant und auch der bei mir nicht so beliebte Gesamt-Gewürz-Dominanz-Faktor war nicht vordergründig, sodass man kein eingefleischter Freund von Currys sein muss, um es zu mögen.

Es eignet sich, wie hier, als eigenständiges Gericht, aber auch mit geschmortem Lamm-Tandoori, Minz-Joghurt und Naan würde es bestimmt gut funktionieren.

  1. 13. Januar 2009, 20:33 | #1

    Wow, ein kreatives Selleriegericht – Currys mag ich sowieso gerne. Kokosmilch und Curry – genial!

    Bittebittebitte: Ich richte diesen Monat im Gärtnerblog ein Knollensellerie-Event aus. Da passt das perfekt!!! Reichst Du diesen super Beitrag dort ein? Damit möglichst viele von diesem Gericht erfahren. Wäre klasse, danke! :-)

    http://gaertnerblog.de/blog/2009/garten-koch-event-januar-knollensellerie/

    • pieps
      13. Januar 2009, 20:54 | #2

      Ui – da hätte ich besser nicht an der Datumsanzeige gedreht… zwischen veröffentlichen und Kommentar im Gärtnerblog ablegen lagen nämlich nur zehn Minuten. Mittendrin dann Du!

      Kurz und gut: Dies Curry hatte ich bereits länger im Kopf und das Event war dann der Stein des Anstoßes, nach so viel Langweiligem und Wiederholungen mal wieder was zu probieren.

      Dass Du dann dort wieder die Finger im Spiel hast, habe ich dann eben erst gelesen – kleine, kleine Foodblogwelt…

  2. 13. Januar 2009, 21:38 | #3

    Oops… :-)

    • pieps
      13. Januar 2009, 21:46 | #4

      Dieser Enthusiasmus macht Dich ja aus.

  3. 26. Januar 2009, 19:38 | #5

    Das nehme ich jetzt mal als Kompliment, danke! ;-)

  4. pieps
    27. Januar 2009, 15:57 | #6

    Unbedingt. War nie anders gemeint.

  5. 1. Februar 2009, 13:49 | #7

    Danke für Deine Teilnahme am Garten-Koch-Event Knollensellerie!

    Die Zusammenfassung ist online, die Abstimmung geht bis 3. Februar 23:59 Uhr.

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