Deutsche Rolle

9. Oktober 2008

Dann war er halt da, der Wirsingkopf. Und er paarte sich mit dem von mir lange herumgetragenen Gedanken an Kohlroulade. Diese jedoch kenne ich aus der Kindheit in der Weißkohlversion und habe nicht gerade die besten Erinnerungen. Insofern konnte ich mich doch nicht ganz dazu durchringen.
Letztenendes ist es eine Mischung aus Kohlroulade und der Fleischteigrolle geworden.

08_10_09.jpg

Einen Wirsingkopf habe ich entblättert (freilich ohne mir die Mühe zu machen, die Mittelrippe herauszuschneiden) und die Blätter dann etwa zehn Minuten gedünstet. So werden sie formbarer und natürlich auch gar. Parallel dazu habe ich einen Kohlrabi in Streifen geschnitten und ebenfalls gedünstet.
Während die Gemüse dünsteten, habe ich etwa 600 g Hackfleisch genommen und mit Speck, einem Ei (ich hätt’ ja gerne zwei genommen, es war aber nur noch eines da), Zwiebelwürfeln und Kräutern (Schnittlauch, Petersilie) sowie Kartoffelmehl und Semmelbröseln (ob der Konsistenz) verknetet.

08_10_09b.jpg

Die Wirsingblätter abgeschreckt und auf einigen Bahnen Klarsichtfolie als Boden ausgelegt. Darauf dann die Fleischmasse gestrichen und zum Schluss die Kohlrabistreifen.
Dann habe ich nach Bonbonart alles eingewickelt, nur um es voller Angst und Zweifel wieder auszuwickeln und dasselbe mit Alufolie zu wiederholen. Die Stabilität war eher mäßig, aber es hat geklappt.

Diese Wickelware ging für eine Stunde bei 180° in den Ofen. Im Nachhinein muss man sagen eineinhalb hätten nicht geschadet. Weil dazu keine Zeit war, habe ich etwas mit der Mikrowelle nachgeholfen.

08_10_09c.jpg

Auch nach dem Garen war das Schneiden eher eine brüchige Angelegenheit. Aber mit Farce als Klebstoff, Schweinenetz oder ähnlich alltagsfernen Dingen, werde ich nicht anfangen.

Kommentare sind geschlossen