
Diese GefrorenesObstLandetInKüchenmaschineMitSahneGeschichte kommt ja auch in TV-Kochshows immer häufiger zum Einsatz. Aber abgesehen von der Einfachheit (leicht angetautes Obst mit Creme fraiche und Zucker in der Küchenmaschine duchkuttern lassen) ist das Ergebnis von Geschmack her deutlich besser, als alles, was ich jedenfalls je in einer Eisdiele bekommen habe.

Nach der fast ein Jahr zurückliegenden, weiteren schmählichen Niederlage im zähen Ringen einen Kuchen ohne Rezept und nur auf Basis von Konsistenzen zu machen hier der nächste – und ich möchte vorwegnehmen: gelungene – Versuch.
Das Ganze war diesmal weniger von Ehrgeiz getrieben, als vielmehr der Versuch Kindi zu beschäftigen. Aber zu den Inhalten:
Die vorigen Male fand ich die Ergebnisse immer leimig/mehlig. Wenig schmeichelhaft für mich ist die Lösung: Wenn es mehlig schmeckt, ist es wohl zu viel Mehl. Zu meiner Verteidigung muss ich aber sagen, dass ich mich immer scheute die scheinbar notwendige Menge Butter und Zucker zu akzeptieren. Ich habe mich gebeugt.
Wie üblich drei oder vier Eier, Butter (selbe Volumenmenge) und Zucker vermengen (es wurde sehr dunkel, weil ich dunklen Natur-Rohzucker benutzt habe) und mit Mehl zur gewünschten Konsistenz bringen. Freilich auch Backpulver dazu.
(Wie gesagt, Beschäftigung. Abgreifen ist unvermeidlich)
Das nochmalige Verdünnen und Wiederandicken fiel einfach weg, sodass nun bereits 2/3 des Teiges in die Form kam und mit Apfelschnitzen belegt wurde.
Das verbleibende Drittel Teig habe ich mit Milch verdünnt – aber eben unangedickt gelassen, damit der fertige Kuchen später unterschiedliche Konsistenzen hat.
In den auf 160° vorgeheizten Ofen geben und Backen bis er goldbraun ist, was so etwa eine Dreiviertelstunde dauert.

(knapp am Zuviel vorbei)
Innen ist der Kuchen schön saftig und durch den Naturrohzucker hatte er ein ‘karamelligeres’ Aroma, was ihm deutlich gut zu Gesicht stand.

Seit einiger Zeit spukte der Gedanke an eine schnelle Apfeltarte mit Blätterteig durch meinen Kopf – heute habe ich es ausprobiert.

Insgesamt vier Platten Blätterteig habe ich einmal nebeneinander und einmal übereinander mit Eigelb an den Nahtstellen zur Basis gemacht und mit einer Gabel eingestocken.
Währenddessen einen viertelliter Milch mit Zucker und einer ausgekratzten Vanilleschote aufgekocht und mit angerührter Stärke dick gebunden.
Einen geschälten Apfel in Spalten geschnitten, in die Milchmasse gegeben und die Masse abkühlen lassen.

den Ofen auf 200° vorheizen, die Apfel-Milchmasse auf dem Blätterteig verteilen und ungefähr 20 Minuten backen.

(es scheint nur auf dem Foto schwarz – aber es war knapp…)
Es war noch angedickte Milch über und dich dachte, dass ich mit dem restlichen Ei zusammen einen Pudding hätte. Sehr zu meiner Verwunderung hat sich alles wieder komplett verflüssigt – für mich ein chemisches Rätsel.
Zu beginn ein Mürbeteig, der visuell für desserts am Besten hier beschrieben ist, genauere Details zu den Zutaten vielleicht an anderer Stelle – jetzt habe ich zu wenig Zeit.

500 Gramm Quark mit Zucker vermengt und etwa 400 Gramm Erdbeeren halbiert und dazu gegeben. Verrühren. Sechs Blatt Gelantine eingeweicht, ausgedrückt und aud der warmen Herdplatte verflüssigt. Ebenfalls zur Erdbeer-Quarkmasse gegeben, die dann auf den Mürbeteig gestrichen wurde.
Kaltstellen und anziehen lassen.

Und jetzt Kindergeburtstag.
Dann eine Weile fort.
Derselbe Zimtreis, wie zum Salat von heute Mittag, verquirlt mit etwas Milch, zwei Eiern, dem Saft von einer Orange, Zucker und dem Mark von einer Vanilleschote.
Für eine halbe Stunde bei 180 Grad gebacken. Dazu hätte ich noch Früchte gegeben, wenn ich was adäquates da gehabt hätte.

Ein Obstkuchen ohne Rezept – für Freihandbefürworter wie mich natürlich immer verlockend. Ich habe es schon mehrfach probiert und durch das Event war ich wieder einmal herausgefordert. Um es vorweg zu nehmen: Ich scheiterte.
Hier die Chronologie: Geschmacksrichtung Apfel

Drei Eier, ein viertel Paket (weiche) Butter und Zucker nach Augenmaß vermengen. Wichtig ist es, sich stets an Konsistenzen zu orientieren!

Nun Mehl einrühren – bis zu einer zähflüssigen Konsistenz, die langsam vom Schneebesen in die Schüssel fließt / tropft.
Mit Fruchtsaft nach Wahl (ich nahm Birnensaft) wieder auf die Ursprungskonsistenz (Butter, Zucker, Ei) zurückverdünnen, um es dann wieder mit Mehl und einem halben Paket Backpulver anzudicken. Vielleicht weiteren Zucker dazu geben. Ich habe noch Schokoladeraspel in den Teig getan.

3/4 des Teiges in eine Springform geben und das Verbleibende Viertel mit Milch oder Fruchtsaft wieder auf auf die flüssigere Konsistenz bringen.
Zwei Äpfel schälen, das Kernghäuse entfernen, in Spalten schneiden und auf den Teig legen. Anschließend mit dem dünnflüssigeren Teig begießen.
Für eine dreiviertel- oder ganze Stunde in den auf 160 Grad vorgeheizten Ofen geben.

Wie zu sehen ist, ist der Kuchen in der Mitte nicht vernünftig gebacken. Außerdem schmeckte er mehlig. Ältere Versuche waren auch schon mal leimig.
Jedenfalls habe ich beschlossen, dass ich damit auf keinen Fall an einem Event teilnehmen kann, um es einer breiteren Öffentlichkeit vorzustellen. Aber ich bleibe dran!
Eine Variante des gewöhnlichen Käsekuchens – über Erfahrungswege, die zu dieser Variante geführt haben zu schreiben, würde jetzt zu lange dauern.
Mürbeteig. Blindbacken.
250 g Zartbitterkuvertüre über einem Wasserbad schmelzen lassen.
Vier Eier trennen || Eigelb mit Vanille und Zucker (~150 g) verrühren || Eiklar steif schlagen.
200 ml Sahne, ergo ein Becher, steif schlagen.
~ 400 g Quark mit dem Eigelb und der geschmolzenen Schokolade vermengen.
Eischnee und geschlagene Sahne unterheben.

Die Masse zum Mürbeteig geben und für etwa eine halbe Stunde bei 160 Grad backen.

Schön ist, dass der Geschmack an Schokoladenmousse erinnert, aber durch den Quark eine säuerliche Note hat, die frisch wirkt.
Schade ist, dass mir Käsekuchen nicht nur einsinken, sondern auch einreißen.

Es kommt ja selten genug vor, dass ich Desserts mache.
Zuerst kommt der Mürbeteig (mit einem Eigelb statt mit Wasser, einer Stunde zum Ruhen und nur der Hälfte der Zutaten – anders als im Link angegeben).


Beziehungsweise habe ich den geknetet, während Kuvertüre mit zwei Bechern Sahne über einem Wasserbad langsam schmolz.


Außerdem vier Eier mit Zucker und Vanillinzucker verrührt.
Sobald die Schokoladen-Sahnemischung abgekühlt war, wurden sie miteinander vermengt.
Nach der Ruhezeit des Teiges, diesen in einer Form in Form gedrückt, die Schokoladen-Sahne-Eimischung darübergegossen und für etwa eine Dreiviertelstunde bei 150 Grad im Ofen gebacken.

Nur über den Transport bin ich mir noch nicht im Klaren.
Der Vollständigkeit halber

Zum Muttertag.
Ich habe bestimmt seit zehn Jahren nicht mehr mit Gelantine gearbeitet, ich bin also gespannt.
- Eine Schale Erdbeeren geputzt und kleingeschnitten
- Eine halbe Handvoll Erdbeeren mit Pistazien, einem Schlückchen Weißwein und etwas Wasser pürieren und hinterher mit Zucker verrühren
- Damit die Erdbeeren marinieren

Einen freundlichen Mürbeteig ansetzen, blind backen und abkühlen lassen.
Ein Paket Quark mit etwas Milch glattrühren
Gelantine einweichen, abgießen und auf dem Herd verflüssigen.
Erdbeeren, Quark und Gelantine vermengen und zur Springform auf den Mürbeteig geben. Ab in den Kühlschrank.
Nun hoffe ich, dass es nicht zu viel Gelantine war – ich habe die Menge für 500 ml Flüssigkeit genommen. Insgesamt hatte ich mehr Masse, sodass ich auf eine noch cremige aber scheidbare Konsistenz hoffe. Aber davon kann ich leider nicht berichten, da ich schlecht eine angeschnittene Torte zum Muttertag präsentieren kann.