Es geht wieder los
Babybrei
Babybrei
Mal in einer vegetarischen Variante – also ohne Fleischfond.
Am Vortage eingeweichte Linsen (ca. 300 g), flankiert von drei Zwiebeln, einer Karotte, zwei Petersilienwurzeln und einer Kohlrabiknolle, die allesamt in Würfel transformiert wurden.
Zunächst die Zwiebeln anschwitzen, dann folgen die härteren Petersilienwurzeln und die Karotte und die wiederum gefolgt vom Kohlrabi. Hier kam auch das erste Mal mein “Gewürzsieb” von Tchibo zum Einsatz, gefüllt mit Lorbeer, Pfeffer und Wacholder.
Dann die Linsen untermischen und drei Fingerbreit mit Wasser bedecken.
Aufkochen und etwa eine Dreiviertelstunde fertigköcheln lassen.
Mit etwas Senf abschmecken.
Die Linsen binden noch gut, obwohl sie eingeweicht sind, insofern ist das großzügige Wasserbedecken durchaus angebracht.
Ok, fast vegetarisch.
Ich bin ja nicht so der Freund der so genannten Gewürzküche – vielleicht mangelt es mir aber einfach an den entsprechenden Kenntnissen. Insofern ist das heutige Gericht von der Anlage her ein Curry aber eben ohne die zugehörigen Gewürze.

Karottenscheiben in Butterschmalz einige Minuten anbraten, dann Zuckerschoten dazu geben und kurz mitbraten. Mit einer kleinen Dose Kokosmilch ablöschen, Temperatur senken, rote Linsen einstreuen, Deckel auflegen, etwa eine Viertelstunde köcheln lassen.

Die Kokosmilch wird nahezu vollständig von den Linsen absorbiert. Das Gericht erhält so eine angeneme Konsistenz mit leichtem Kokosaroma.

Dazu Basmatireis.
Neulich im Dönerladen – immer ein guter Anfang. Jedenfalls gab es dort gut aussehende Falafel (also unregelmäßig geformt) und ich dachte, dass ich das auch mal wieder machen könnte.

Eine Dose Kichererbsen mit Petersilie, Salz, Cumin, einer Zwiebel und einer Zehe Knoblauch in der Küchenmascine zu einem Teig verarbeitet. Mit Semmelbröseln vermengen und etwas ruhen lassen.
In Form geknetet und in Reichlich Fett ausgebacken.

An dieser Stelle muss gesagt werden, dass ich gut daran getan hätte Ei zu nehmen oder die Bällchen tatsächlich zu frittieren. So waren sie zu weich und schwierig zu wenden.

Dazu Joghurt eine Art Cocktailsauce, Salat, Tomaten- und Gurkenwürfel. Alles in ein kleines Fladenbrot gestopft ind dann in mich.

Kein Geheimnis, keine Hürde. Ich habe das Standard Basilikum-Pinienkern-Pesto nur nie gemacht. Sicherlich wegen einiger Vorbehalte. Allerdings wurde ich kürzlich eines Besseren belehrt, was Frische im Geschmack angeht. Also heute: Pasta Pesto.
Pinienkerne anrösten, Basilikum zupfen, eine Zehe Knoblauch in Scheiben schneiden, Salz und Olivenöl - alles in einen Behälter geben und Pürieren (nein, ich hatte keine Lust zu mörsern). Fein geriebenen Parmesan (ja, ja ich weiß. Pecorino war aber nicht da) dazugeben und unterrühren.
Ich bevorzuge die nicht so lange gemörserte/pürierte Methode, denn so bleiben die Aromen klarer getrennt. Vielleicht war diese Amalgamierung der Zutaten für mich sonst immer problematisch.
Wenn ich morgens das Haus verlasse, habe ich das Gefühl, dass sich die Luft geändert hat – es fühlt sich frischer an, obwohl es noch warm ist. Ich denke der Sommer neigt sich dem Ende zu. Dementsprechend fiel mir auf, dass ich dieses Jahr noch nicht mit Holzkohle gegrillt habe und zu wenige Salate gemacht habe. Zumindest das habe ich dann nochmal nachgeholt.
Das Prinzip ist einfach: Einige kalte Zutaten, hier Gurke, Tomate, Paprika, Oliven und Kichererbsen.
Was mir immer fehlt ist ein stärkeres Aromat, dafür habe ich eine Aubergine in Scheiben geschnitten und gegrillt – der Röstgeschmack verleiht dem Salat mehr Charakter. Dazu dann Pasta für den Sättigungsgehalt. Die Warmen Zutaten kommen auch warm dazu, das stört überhaipt nicht, sondern sorgt eher für eine bessere Aromenvermischung.
Einfach vermengen und bei Tisch mit Dressing [zum Beispiel diesem] versehen.
Funktioniert freilich auch als Pastagericht.
Ich selber werde heute nicht daheim sein, habe aber etwas für Familie und Besuch vorbereitet. Die Basis eines Pellkartoffelsalates, der später nur noch durch beliebige Zutaten ergänzt werden muss.

Aus einem Becher Sahne, HdP, Senf und marinierten getrockneten Tomaten (also kurz aufgekocht, um sie wieder zu rehydrieren) wird das Basisdressing, während kleine Kartoffen kochen.
Sobald die fertig sind, sollten sie noch warm gepellt und in das Dressing geworfen werden. Ob sie duch die Wärme tatsächlich noch saugfähig sind, weiß ich nicht, das Ergebnis ist jedenfalls besser.
Das Resultat kenne ich freilich nicht… aber darum ja Basiskartoffelsalat

Es könnte eine Hommage an Blumfeld sein, angesichts der Hässlichkeit des Ergebnisses, möchte ich aber doch davon Absehen.

Es handelt sich um eine Kombination aus Kindibelustigung und Pizza Bianco.
Nach dem Schneiden war das Essen ok – geschmeckt hat’s ohnehin.
Vor einigen Tagen war ich noch Spargelspießer, jetzt bin ich eigensinniger Konvertit. Ich habe vom unorthodoxen Spargel bei ManKannsEssen gelesen und fand, dass die Methode absolut Sinn macht (und dem von mir so genannten Garschwitzen nahesteht).
Allerdings habe ich den Spargel ganz gelassen, was die Sache etwas verkomplizierte und (aus Angst) einen kleinen Schluck gesalzenes Wasser dazugegeben. Dadurch kochte der Spargel unten und dünstete oben, was natürlich zu ungeichen Gargraden führte – das ist der Preis, wenn man den Spießer nicht ganz ablegen kann und/oder keine gigantischen Töpfe und Herdplatten hat. Auch Wendeversuche gestalteten sich schwierig.
Aber das Ergebnis! Deutlich schmeckbar mehr Aroma. Insbesondere in den Köpfen. Das wird weiterverfolgt.
Oder hat er sich Urlaubssemester gegönnt?

Ich stellte mir diese Frage gestern, als ich mich sträubte einige Tomatenreste einfach wegzuwerfen.
In der “Kochuniversität Bd I ‘Tomate’ ” von Dollase habe ich zum erstem Mal vom klaren Tomatensaft und dessen Aroma gelesen – warum nicht mal probieren.
Die obige Apparatur besteht aus einem Glas als Auffangbehälter einem kleinen Sieb, einem Kaffeefilter, den Tomateninnereien und einem mit Wasser gefüllten Glas zum beschweren/beschleunigen.
Ich habe es den Abend über stehen lassen und hatte als Schlummertrunk (was sonst sollte ich damit tun) zwei, drei Schluck klaren Tomatenfond, der nicht übel war, aber auch nicht wirklich besonders. Den Versuch war es wert.
Ungeklärt ist aber nach wie vor, was aus der Reihe Kochuniversität den nun wird. Seit 2007 werden die Bände angekündigt und immer wieder verschoben – der Verlag kündigt den Erscheinungstermin wacker für Herbst, bzw. Frühjahr 2009 an. Wäre ja schön, denn der Tomatenband war schon interessant.