Nicht mal ein Herd tut hier Not und dennoch ist’s ein feines, kleines, ja, gehobenes Abendessen. Es lebt von den (gut) erhältlichen, aber nicht alltäglichen Zutaten sowie der Möglichkeit es adrett anzurichten. Damit ist es ein feiner Kandidat für:

Da waren also diese geräucherten Forellenfilets und der so genannte Bull’s Blood Salat, der nichts anderes ist, als Rote Bete Salat (eigentlich eher hübsch anzuschauen, als geschmackliche Offenbarungen hervorrufend). Dazu habe ich ein schnelles Balsamico-Senf-Dressing geschüttelt
Weil das für ein Abendessen nicht reicht, marinierte ich Gurkenscheiben in Olivenöl und Senf, gewürzt mit Zucker und Salz. Als Basis eine Scheibe Schwarzbrot.

Und der guten Ordnung halber hier noch die Kinder-IchMagKeinSalaaaat-Version (kombiniert mit einem strikten Lebensmittel-haben-getrennt-voneinander-zu-liegen-Gebot)

Eine Varinate von gebeiztem Lachs – aber mit Gewichten beschwert. Daher auch “graved”, wenn ich es recht entsinne.

Zwei Teile Salz und ein Teil Zucker vermengen. Dann folgen Aromaten – ich habe Wachholder, gestoßenen Pfeffer und getrockneten Thymian genommen.
Ich hatte ein halbes Lachsfilet, mit Haut und Schuppen (!). Dafür habe ich ein Kilo Salz und entsprechend ein halbes Kilo Zucker genommen.

In eine Form ein Beize-Bett geben und den Fisch einegen. Dann den Lachs vollständig mit der Beize umhüllen.
Der Fisch sollte Schuppen haben, damit er besser vor dem Salz geschützt ist, denn die Beize entzieht dem Fisch nun Wasser (Osmose und so) [ich komme beim Schreiben ins Grübeln: wenn es Osmose mit Zelldruckausgleich in eine Richtung ist, wäre es dann nicht egal, ob Schuppen da sind oder nicht?].
Ich habe eine Schüssel mit drei Litern Wasser zum Beschweren obenauf gestellt – so wird das Wasser schneller aus dem Fisch gedrückt und der ‘Garprozess’ abgekürzt.
Für 24 Stunden ziehen lassen, dann aus dem Salz nehmen, kurz abwaschen, aufschneiden und sich freuen.

Es gibt bei mir eigentlich drei unverbrüchliche Heiligtümer: Spargel, Lasagne und Tiramisu.

Durch den kürzlich gelesenen Beitrag bei mankannsessen.de sind gleich zwei dieser Heiligtümer ineinandergeflossen.
Nun, man soll ja seinen Geist öffnen. Das habe ich getan und nach der (auch hier) erst vor Kurzem erfolgreich angewandten Spargelgarmethode, nun also die Spargel-Lachs-Lasagne.
Mangels Technik in der Küche und ebenso mangelndem Gedächtnis mit kleinen Abweichungen zum Original (in Grauer Schrift gehalten):
- 1 Paket (500 g) Lasagnenudeln ohne Vorkochen
250 g Lasagneplatten – weil nicht mehr da war …
- 500 g weißer Spargel (Klasse II ist ausreichend)
in etwa 2 cm Stücke geschnnitten – die Köpfe kurzer gegart
- 500 g Lachsfilet ohne Haut
jep
- 1 große Dose Tomaten
Eine kleine Dose gewürfelte Tomaten
- 100 g geriebener Parmesan
Käse und Fisch – ich konnte mich nicht überwinden
- 1 Glas Weißwein
- 1 Becher Sahne
- 1/2 l Milch
- Saft einer halben Zitrone
Statt Alldem: ein Dreiviertellitel Bechamel
- Salz, Pfeffer
jep

Während die Spargelstücke in Butter dünsteten, habe ich die Bechamel angerührt, die Dose Tomaten in eine Schüssel gegeben und den Lachs in Scheiben geschnitten.
Die gegarten Spargelstücke wanderten in die Tomaten. Damit übernahm die Spargel-Tomatensauce die Rolle der Blognaise, Bechamel bleibt sie selbst und der Fisch musste dazwischengeschoben werden.

Die Lagenreihenfolge: Bechamel, Lasagneplatten,Fisch, Tomaten-Spargelsauce und wieder von vorne. Zum Abdecken ein Gemenge aus den Saucen.

Für eine halbe Stunde in den Ofen.

Eine sehr milde, angenehme Kombination. Der Spargel ging ein wenig unter, finde ich, aber Alles in Allem durchaus eine Alternative zu den zwei Heiligtümern.
Eine ähnliche, aber aufwändiger Sache habe ich schon einmal gemacht. Diesmal eine entspannte, aber trotzdem schöne Sandwichvariante.

Eine Seite halbiertes, enthäutetes Lachsfilet mit Senf und HdP bestrichen, mit Spinat belegt und mit der anderen Hälfte gedeckelt. Verschnüren und für etwa eine halbe Stunde bei 180° in den Ofen geben.
Artischocken-Tomatengemüse: Einige Tomaten entkernen, in Strefen schneiden und mit (einer Dose) Artischocken vermengen und langsam erwärmen.
Dazu gab es einfach Reis.

Schneller als Forelle im Ofen – deshalb habe ich es zum ersten Mal versucht. Sonst hatte ich immer Angst, es könnte in der Pfanne anbacken – unbegründet.
Der Forelle den Kopf und den Schwanz abschneiden, mit Mehr bestäuben und in einer beschichteten Pfanne braten.
Währenddessen Tomatenwürfel mit Zwiebelwürfeln, HdP und Salz schmelzen lassen.

Tja, definitorische Schwierigkeiten: Ist eine Lasagne ohne Pastaplatten eine Lasagne? Habe ich eher einen Auflauf gemacht? Für mich ist ein Auflauf mit gestocktem Ei, ohne wäre es ein Gratin – das wiederum setzt aus meiner Sicht aber Käse voraus, den ich nicht genommen habe. Da dies nun alles viel zu weit führt, hier der grundsätzliche Gedanke:
Lachs ersetzt Bolognaise
Reis ersetzt Lasagneplatten
Broccoli ersetzt Bechamel

Mehr…
Gestern gab es Ofenforelle. Das hielt ich für unnötig zu verbloggen – man kann sich ja den Link ansehen. Mit den Forellen waren Tomaten im Ofen und nebenbei habe ich Kartoffeln gekocht.

Heute nun habe ich die Kartoffeln gepellt und gequetscht, die gegarten Tomaten ebenso, den Fisch von der Haut befreit, die Garsäfte und etwas Petersilie dazu gegeben und alles unter Rühren erhitzt.

Wieder einmal geht schön anders.
Insbesondere der Garfond macht sich als Bindeglied zwischen den Aromen sehr gut.
Ein schnelles Mittagessen.
Damit es auch wirklich schnell ist, habe ich mich für eine Abwandlung der Hausfrauensauce entschieden und einfach Quark mit Apfelsaft, Apfelscheiben und Zwiebelstreifen vermengt sowie mit Salz und Pfeffer gewürzt und etwas Petersilie hineingegeben.
Dazu einfach dunkles Brot.


Eine kleine Dose Kokosmilch mit Salz und einigen angestoßenen Fenchelkörnern in einen Topf mit ausreichend großem Boden geben.
Dort hinein die Forellen geben – je nach Topfgröße mit oder ohne Kopf. Ich musste drauf verzichten. Zum Stabilisieren, die Bauchlappen als ‘Seitenstützen’ verwenden. Zusätzlich habe ich eine Karotte (dünne, schräge Scheiben) und einige Paranüsse (grob gehackt) sowie etwas Butter in den Topf gegeben.
Mit geschlossenem Deckel zum Kochen bringen,
dann die Temperatur reduzieren, sodass es nur köchelt und zwar für zehn Minuten.
Dann den Herd ausstellen und
weitere zehn Minuten ziehen lassen.
