Da hatten wir übers Wochenende Besuch und ich habe gefragt, was denn die Essenswünsche wären. Sie sagte, dass ich vor ein paar Jahren bei ihr mal so ein Schweinefilet mit Pilzen in Blätterteig gemacht habe. Das wollte sie wieder – “schließlich hast Du ja gefragt”. Na schön.
Hier also meine verschlankte Methode von Filet Wellington, die eigentlich nur aufgebrezelter ist, als Schweinefilet in Blätterteig.
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Kein Geheimnis, keine Hürde. Ich habe das Standard Basilikum-Pinienkern-Pesto nur nie gemacht. Sicherlich wegen einiger Vorbehalte. Allerdings wurde ich kürzlich eines Besseren belehrt, was Frische im Geschmack angeht. Also heute: Pasta Pesto.

Pinienkerne anrösten, Basilikum zupfen, eine Zehe Knoblauch in Scheiben schneiden, Salz und Olivenöl - alles in einen Behälter geben und Pürieren (nein, ich hatte keine Lust zu mörsern). Fein geriebenen Parmesan (ja, ja ich weiß. Pecorino war aber nicht da) dazugeben und unterrühren.
Ich bevorzuge die nicht so lange gemörserte/pürierte Methode, denn so bleiben die Aromen klarer getrennt. Vielleicht war diese Amalgamierung der Zutaten für mich sonst immer problematisch.
Eine sehr entspannte Geschichte für das Wochenende. Im Prinzip nutzt man die Restwärme des Ofens. Aber der Reihe nach.

Einen (1 kg) Schweineschinkenbraten mit geviertelten Zwiebeln in einer Pfanne anbraten, während der Ofen auf 200° vorheizt. Unterdessen in einer Ofenform Olivenöl, etwas Wasser, Salz und grobkörnigen Senf verteilen. Den Schweinebraten und die Zwiebeln hineinlegen und in den Ofen stellen.
Nach einer halben Stunde den Ofen ausstellen und alles ziehen/abkühlen lassen – wir waren drei Stunden unterwegs.

Dazu gab es, inspiriert von lamiacucina, verkürzt nach meinem Gusto, eine Sauce aus weißen Bohnen: Den Bratfond mit einer Dose weißen Bohnen und einem Becher Sahne püriert.

Dazu dann noch einen freundlichen Blattsalat und fertig is’.
Ich selber werde heute nicht daheim sein, habe aber etwas für Familie und Besuch vorbereitet. Die Basis eines Pellkartoffelsalates, der später nur noch durch beliebige Zutaten ergänzt werden muss.

Aus einem Becher Sahne, HdP, Senf und marinierten getrockneten Tomaten (also kurz aufgekocht, um sie wieder zu rehydrieren) wird das Basisdressing, während kleine Kartoffen kochen.
Sobald die fertig sind, sollten sie noch warm gepellt und in das Dressing geworfen werden. Ob sie duch die Wärme tatsächlich noch saugfähig sind, weiß ich nicht, das Ergebnis ist jedenfalls besser.
Das Resultat kenne ich freilich nicht… aber darum ja Basiskartoffelsalat

Wäre es völlig anders, hätte es ein e Art Jambalaya sein können. Trotzdem hatte ich das immer im Kopf während ich kochte.

Ich habe ein Hühnchen vom Brustfleisch befreit und die Schenkel von den Knochen, um dann das Fleisch in grobe, mundgerechte Stücke zu schneiden. Das Fleisch habe ich scharf angebraten, dann 300 g rote Linsen, HdP und Salz dazugegeben und mit Wasser angegossen.
(Nebenbei sprang ein weiterer Geflügelfond heraus).

Alles für zwanzig Minuten schmoren/köcheln lassen. Die Linsen verlieren Form und Farbe, binden dabei die Flüssigkeit, das Gericht bleibt aber saftig.
Dazu Broccoli und Blumenkohl.

Nach dem ich neulich mit dem Schweinefilet im Blätterteig die 80er-Truhe aufgemacht habe, hier nun der nächste Streich: Schaschlik.
Meine Ernährungsmentorin brachte es auf den Punkt. Sinngemäß: Für den Aufwand, ist das Ergebnis ziemlich Mittelmäßig. Manchmal stehtst Du fünf Minuten in der Küche und es ist besser.
Tja. Vielleicht ja ein Sinnbild für das Jahrzehnt – für die Frisuren sicherlich zutreffend.

Zur Sache: Aus einer würfeligen Gemüseunordnung entstehen ordentliche Spieße. Dafür bemühte ich: Zwiebeln, Paprika, Zucchini, Shiitakepize Tomaten und Schweineschinkenfleisch. Die kommen in keiner speziellen Reihenfolge auf die Spieße, werden angebraten und beiseite gelegt.

Die Sauce wird in derselben Pfanne angesetzt, in der angebraten wurde.
Schinkenwürfel mit Brühe, Ketchup, Tomatenmark und Paprikapulver vermengen.
Die Spieße einlegen und für etwa eine Dreiviertelstunde schmoren lassen. Dazu Reis.

Und die passende Platte habe ich auch genommen…
Eine ähnliche, aber aufwändiger Sache habe ich schon einmal gemacht. Diesmal eine entspannte, aber trotzdem schöne Sandwichvariante.

Eine Seite halbiertes, enthäutetes Lachsfilet mit Senf und HdP bestrichen, mit Spinat belegt und mit der anderen Hälfte gedeckelt. Verschnüren und für etwa eine halbe Stunde bei 180° in den Ofen geben.
Artischocken-Tomatengemüse: Einige Tomaten entkernen, in Strefen schneiden und mit (einer Dose) Artischocken vermengen und langsam erwärmen.
Dazu gab es einfach Reis.

Ab und an überkommt mich die Lust auf eine Kartoffelkruste.
Diesmal auch mit Kartoffelbett.
Als Gemüse Erbsen in Geflügelfond.
Als Geschmacksgeber (zum Erweichen kurz aufgekochte) getrocknete Tomaten und als Deckel eben gequetschte Kartoffeln.
Alles bei 200° für eine Stunde in den Ofen und zehn Minuten vor dem Rausnehmen mit Käse bestreuen.

Insgesamt ganz nett, aber wiederum unausgereift. es sit ein wenig fad und langweilig.

Sonntag:
Pasta mit Zucchini und getrockneten Morcheln
Rehkeule mit zu vielem, um es hier aufzulisten
Montag: Cous-Cous
Dienstag: Lasagne
Donnerstag:
Hähnchenbeine mit Bohnen, Erbsen, Karotten und Kartoffeln
Freitag:
Tomatenpizzabrot
Samstag:
Tortellini mit Rosmarinschinken


Es waren noch Bohnen über und ansonsten wollte ich es mir leicht machen. Also nahm ich TK-Erbsen und rieb zwei Karotten in die Ofenform. Damit es auch gut gart, habe ich noch Geflügelfond angegossen .

Dieses Bohnen-Karotten-Erbsengemüse zeht Kinder an, wie man erkennt.
Im Anschluss die Hühnerbeine und kleine (gegarte) Kartoffeln auflegen und im Ofen für eineinhalb Stunden backen.
