Gemüsegedämpfter Fisch
Schmackhaft, schonend zubereitet und nur eine Pfanne. Auch hier kommt das Prinzip Restwärme, aber in der Pfanne, wieder zum Tragen.
Zutaten
4-6 Zucchini || kleines Stück Ingwer || Lachsfilets a 220g || Salz, Pfeffer, Olivenöl ||
Vorgehenstelegramm
Zucchini in relativ dünne Scheiben schneiden || Ingwer fein reiben || Olivenöl in einer tiefen Pfanne erwärmen, mittlere Temperatur || Zucchini darin anschwitzen || Salzen, Pfeffern || Deckel drauf || Wenn die Zucchini fast gar sind Ingwer hinzu || wenn die Gemüse gar sind Temperatur auf klein stellen und Fisch obenauf legen || Deckel drauf || Servieren
Grundsätzliche Gedanken
Lachs. Lachs ist leicht verfügbar und kontrastiert gut mit dem Grün der Zucchini, im Prinzip geht aber jedes Fischfilet. Das Schöne an Fisch ist, dass er schneller gart, als Fleisch, weswegen sogar geringe Temperaturen in recht kurzer Zeit gute Ergebnisse bringen.
Zucchini. Ein eher geschmacksneutrales Gemüse und wässrig dazu. Die Wässrigkeit kommt einem hier entgegen, so gart sich alles leichter und die Gefahr, dass etwas ansetzt, ist gering. Weil Zucchini eher geschmacksneutral sind, kommt einfach der Ingwer dazu, um alles ein wenig interessanter und vielschichtiger zu gestalten.
Außerdem kommt hier noch ein Prinzip meiner Küche dazu: Es muss nicht immer eine Sättigungsbeilage geben. Wer mag, kann Brot dazu nehmen.
Wieder einmal werden Gemüse nur in Olivenöl fertig gegart. Allerdings gibt es hier durch die feinen Scheiben eine vergrößerte Oberfläche der Gemüse, was nach sich zieht, dass recht schnell, viel Wasser austritt, das später zum Fischdünsten nützlich ist. Außerdem garen dünne Scheiben schneller.
Ist der Fisch eingelegt, der Deckel drauf und die Temperatur runter, kann man nach einigen Minuten wieder nachsehen, wie der Fisch sich entwickelt. Man kann beobachten, wie das langsame Garen sich um die Ränder langsam nach oben zieht (der Lachs wird hellrosa, im Gegensatz zum rohen Fleisch). Wenn die Filets vollständig hellrosa sind, kann man davon ausgehen, dass der Fisch fast fertig ist und nur noch im Zentrum des oberen Drittels des Filets ein wenig roh oder „glasig“. Je nach Geschmack kann nun serviert werden oder noch eine Minute gewartet werden. In jedem Fall gart der Fisch noch nach, während er auf Tellern oder auf einer Platte an den Tisch gebracht wird – dann ist er durch, aber noch saftig oder eben glasig uns sehr saftig.
Weiterführende Gedanken
Vergleichbares geht natürlich mit jeder Sorte Fisch und annähernd jedem Gemüse, der Fantasie sind hier keine Grenzen gesetzt, wie so oft. Lediglich die Garzeiten verändern sich natürlich (vor Allem mit der Filetdicke. Ich spreche so von ca. 2,5 cm).
Vergleichbare Ansätze wären: Rotbarsch auf Ratatouille gegart (kaltes Ratatouille mit Rotbarsch belegt, erwärmt, fertig) oder Seelachs auf Fenchel gegart (selbes Prinzip wie hier). Ich kann mir auch Thunfisch auf Tomaten-Oliven-Auberginen sehr gut vorstellen.
Gutmütigkeiten
Weil Zucchini so viel Wasser enthalten, kann es kaum anbrennen, zudem ist ja die Temperatur niedrig.
Weil die Zucchini in Scheiben nicht so lange zum Garen brauchen und der Wasserverlust bewusst eingesetzt wird, muss nicht so sehr darauf geachtet werden, dass das Gemüse noch knackig ist.
Durch das langsame Garen des Lachses (und die gut sichtbare Farbveränderung), behalten Sie die Kontrolle über den Garprozess und können jederzeit gut regulieren. Selbst, wenn Sie den Lachs zu lange garen, wird er nicht zäh, wie Steak würde oder auch Thunfisch. Das Schlimmste was passieren kann ist, dass er trocken wird. Trocken heißt in diesem Fall aber nicht viel. Ohne beleidigend sein zu wollen: Wahrscheinlich haben Sie in Ihrem Leben mehr trockenen als saftigen Lachs gegessen.