Nicht mal ein Herd tut hier Not und dennoch ist’s ein feines, kleines, ja, gehobenes Abendessen. Es lebt von den (gut) erhältlichen, aber nicht alltäglichen Zutaten sowie der Möglichkeit es adrett anzurichten. Damit ist es ein feiner Kandidat für:

Da waren also diese geräucherten Forellenfilets und der so genannte Bull’s Blood Salat, der nichts anderes ist, als Rote Bete Salat (eigentlich eher hübsch anzuschauen, als geschmackliche Offenbarungen hervorrufend). Dazu habe ich ein schnelles Balsamico-Senf-Dressing geschüttelt
Weil das für ein Abendessen nicht reicht, marinierte ich Gurkenscheiben in Olivenöl und Senf, gewürzt mit Zucker und Salz. Als Basis eine Scheibe Schwarzbrot.

Und der guten Ordnung halber hier noch die Kinder-IchMagKeinSalaaaat-Version (kombiniert mit einem strikten Lebensmittel-haben-getrennt-voneinander-zu-liegen-Gebot)

Mal wieder ein Beitrag zur Cucina Rapida, wie mir hinterher auffiel. Mit der Einschränkung, dass Schwarzwurzelschälen vielleicht der Geschwindigkeit abträglich ist …

Es begab sich so: Im Kühlschrank, fast schon verdächtig lange, lagen Schwarzwurzeln; am Wochenende kamen wir in den Genuss der Mitbringsel einer in Italien arbeitenden Kollegin meiner Ernährungsmentorin und kurz vor Feierabend bekam ich einen Anruf, dass im Bürokühlschrank Parmaschinken läge, der weg müsse und ich könne ja, wenn ich wolle. Ich wollte.
Die Idee: Schwarzwurzeln finde ich immer etwas eindimensional oder eher klassisch zu verwenden. Aufgrund der mir zugefallenen Produkte, wollte ich diese, mediterranere Variante mal probieren. Durch die Zutaten halte ich das Gericht außerdem für durchaus gehoben.

Die Schwarzwurzeln (in Wasser) schälen, in (schräge) Stücke schneiden und (mit Butter) dünsten.
Unterdessen eine Ofenform überlappend mit Parmaschinkenscheiben auslegen.
Kurz bevor die Schwarzwurzeln fertig sind, Parmesanwürfel dazu geben und leicht anschmelzen lassen.
Dann alles auf den Schinken geben und diesen Umfalten, sodass eine Art Paket entsteht.
Das dann für eine Viertelstunde in den auf 180° vorgeheizten Ofen geben und zusammenschmelzen lassen.

Zugegeben – die Schwarzwurzel geht in den sich durch Temperatur verstärkten Aromen von Parmaschinken und Parmesan ein wenig unter, das Ergebnis bleibt aber recht überzeugend.

Eigentlich geht es hier weniger um das Gericht an sich, als um das Prinzip aus etwas Basalem, nahezu Langweiligem etwas immer noch einfaches, aber interessantes zu machen – und während ich schreibe, fällt mir auf, dass das endlich mal ein passender Beitrag für das “Cucina Rapida”-Blogevent ist, wie schön.

Der Zeitfresser, wenn man so will, ist es, den Kürbis in Würfel zu schneiden und zu garen. Ich habe noch eine Zwiebel und Knoblauch dazugegeben. Hinterher wird alles zusammen püriert.

Wenn das geschehen ist, kann man die Putenschnitzel von einer Seite anbraten, herausnehmen, in eine Ofenform geben, mit der Kürbispaste bestreichen, mit Parmesan bestreuen und in den auf über 200° vorgeheizten Ofen geben – vielleicht zehn Minuten (ich hätte besser mehr Zeit gegeben …).
Unterdessen in derselben Pfanne die grob geschnittenen Kräuterseitlinge mit dem Speck anbraten, bis das Fleisch fertig ist.

Ich denke man kann das in gut 45 Minuten schaffen. Ich habe nicht so genau darauf geachtet, weil zwischendurch immer Kindisachen passierten.

Das Nette ist die Kombination von mildem Fleisch nussigem Kürbis und den vom Speck aromatisierten Pilzen. Geht gut.
Es gibt ja nicht immer Lust, Laune und Mengen das größere Gericht vom Vortag 1:1 wieder aufzuwärmen – ganz zu Schweigen davon, dass das ja auch wenig Spaß macht.

Es gab nun das Ofenhuhn, dessen Keulen ich abfledderte, und auch Püree lag noch herum, dem habe ich TK-Erbsen und zwei Eier hinzugefügt, alles vermengt und mit Paniermehl ein wenig angedickt, damit die Kroketten “Stand” bekommen – zum Formen.

Leider war danach das Paniermehl alle, sodass ich auf Polenta-Panade auswich.

Mit zwei Esslöffeln habe ich Nocken abgestochen (Bällchen gehen sicher auch), in Polenta gewälzt und unterdessen ein-zwei Fingerbreit Sonnenblumenöl erhitzt.

Im heißen Fett die Kroketten ausgebacken und mit verschiedenen Saucen verspiesen.
Ich bin ja nicht so der Freund der so genannten Gewürzküche – vielleicht mangelt es mir aber einfach an den entsprechenden Kenntnissen. Insofern ist das heutige Gericht von der Anlage her ein Curry aber eben ohne die zugehörigen Gewürze.

Karottenscheiben in Butterschmalz einige Minuten anbraten, dann Zuckerschoten dazu geben und kurz mitbraten. Mit einer kleinen Dose Kokosmilch ablöschen, Temperatur senken, rote Linsen einstreuen, Deckel auflegen, etwa eine Viertelstunde köcheln lassen.

Die Kokosmilch wird nahezu vollständig von den Linsen absorbiert. Das Gericht erhält so eine angeneme Konsistenz mit leichtem Kokosaroma.

Dazu Basmatireis.
Kein Geheimnis, keine Hürde. Ich habe das Standard Basilikum-Pinienkern-Pesto nur nie gemacht. Sicherlich wegen einiger Vorbehalte. Allerdings wurde ich kürzlich eines Besseren belehrt, was Frische im Geschmack angeht. Also heute: Pasta Pesto.

Pinienkerne anrösten, Basilikum zupfen, eine Zehe Knoblauch in Scheiben schneiden, Salz und Olivenöl - alles in einen Behälter geben und Pürieren (nein, ich hatte keine Lust zu mörsern). Fein geriebenen Parmesan (ja, ja ich weiß. Pecorino war aber nicht da) dazugeben und unterrühren.
Ich bevorzuge die nicht so lange gemörserte/pürierte Methode, denn so bleiben die Aromen klarer getrennt. Vielleicht war diese Amalgamierung der Zutaten für mich sonst immer problematisch.
Wenn ich morgens das Haus verlasse, habe ich das Gefühl, dass sich die Luft geändert hat – es fühlt sich frischer an, obwohl es noch warm ist. Ich denke der Sommer neigt sich dem Ende zu. Dementsprechend fiel mir auf, dass ich dieses Jahr noch nicht mit Holzkohle gegrillt habe und zu wenige Salate gemacht habe. Zumindest das habe ich dann nochmal nachgeholt.

Das Prinzip ist einfach: Einige kalte Zutaten, hier Gurke, Tomate, Paprika, Oliven und Kichererbsen.
Was mir immer fehlt ist ein stärkeres Aromat, dafür habe ich eine Aubergine in Scheiben geschnitten und gegrillt – der Röstgeschmack verleiht dem Salat mehr Charakter. Dazu dann Pasta für den Sättigungsgehalt. Die Warmen Zutaten kommen auch warm dazu, das stört überhaipt nicht, sondern sorgt eher für eine bessere Aromenvermischung.

Einfach vermengen und bei Tisch mit Dressing [zum Beispiel diesem] versehen.

Funktioniert freilich auch als Pastagericht.

Diese GefrorenesObstLandetInKüchenmaschineMitSahneGeschichte kommt ja auch in TV-Kochshows immer häufiger zum Einsatz. Aber abgesehen von der Einfachheit (leicht angetautes Obst mit Creme fraiche und Zucker in der Küchenmaschine duchkuttern lassen) ist das Ergebnis von Geschmack her deutlich besser, als alles, was ich jedenfalls je in einer Eisdiele bekommen habe.

An sich kein gesondert erwähnenswertes Gericht – außer natürlich, dass ich meine Freude über dieses Stück Fleisch zum Ausdruck bringen muss und die Gelegenheit, mal das Kartoffelgratin in der schnellen/faulen Version vorzustellen.

Kurz zum Kartoffelgratin: (mehlig kochende) Kartoffeln schälen, in Scheiben schneiden und in Sahne mit Zwiebeln und Knoblauch garen. Dabei dei Temperatur moderat halten und gelegentlich rühren, da es zum Ansetzen neigt. Das sollte nach etwa eine Viertelstunde fertig sein.
Dann den Topfinhalt in eine Ofenform geben, alles mit Parmesan bestreuen und inden auf 200° vorgeheizten Ofen geben – noch etwa eine Viertelstunde, oder bis der Käse braun wird.
So, zum Fleisch. Jungbulenkotlett, eher ein französischer als ein deutscher Schnitt, für zwei Personen, also ein großer Lappen.

Kurz von beiden Seiten in die heiße Grilllpfanne. Fertig. Bei mir war es fast schon ein wenig zu lang drin.
