Quick and Dirty.

Ich kam heute ein wenig später nach Hause und fragte, was denn schickes gekocht wurde. Ich erntete ein “pfff”. Nun denn.
Etwas Geflügelfond habe ich aufgekocht. Während der sich erhitzte, schnitt ich einen Broccoli (inklusiv Strunk), eine Zwiebel und eine Zehe Knoblauch klein, öffnete eine Dose Wasserkastanien und warf alles in den Fond. Obenauf habe ich “Woknudeln” gelegt (was auch immer das genau sei), den Deckel geschlossen, alles köcheln lassen und gelegentlich gerührt.
Da die Nudeln doch kräftig saugten, habe ich Wasser nachgegossen – ich nehme an, dass insgesamt etwa ein halber Liter Flüssigkeit im Spiel war. Die Gesamtgarzeit lag bei etwa zwanzig Minuten.

Karotten: Stifte
Spitzkohl: Streifen
Die Spitzkohlstreifen zusammen mit den Shiitakepilzen in einigen Löffeln Sojasauce bei geschlossenem Deckel dünsten; ebensolange, wie die Karotten benötigen, um gar zu werden.

Dazu Klebreis, den ich aufgesetzt habe, als das Waser zum Karottendünsten kochte.
Vor allen Dingen schnell und außerdem mussten diese Sprossen weg, die ich immer mal wieder mit besten Vorsätzen kaufe, es aber höchstens jedes dritte Mal tatsächlich auf den Teller schaffen.

Reiswasser aufsetzen und den Reis kochen – beiseite stellen.
Ein Paket Sprossen, eine Schale Shiitakepilze und eine Paprika (in Streifen) für etwa eine Minute in heißem Öl anbraten, von mir aus auch Pfannenrühren.
Mit Sojasauce ablöschen, den Reis dazugeben, vermengen. Speisen.


Reiswasser aufsetzen und Jasminreis kochen, sobald es kocht.
Unterdessen schnitt ich eine Zwiebel in kleine Würfel, eine halbierte Zucchini in schräge Scheiben und einige Champignons in Stücke. Außedem habe ich eine Pfanne erhitzt.
Wenn der Reis (ein Glas übrigens) etwa die Hälfte der Garzeit hat, die Pilze und Zucchini scharf anbraten, sodass sie Farbe nehmen.
Sobald der Reis fertig war, habe ich ihn abgegossen, in den Topf zwei EL Pekingentensauce gegeben, dann die Zwiebelwürfel in die Pfanne zu den Gemüsen getan (erst jetzt, da ich kein Mitglied im Club der braunen Zwiebeln bin) und mit ungefähr 1/3 TL Fünf-Gewürze-Pulver bestäubt und verschwenkt.
Nun habe ich den Reis wieder in den Topf zur Pekingentensauce getan und beides verrührt – dann auf die Teller getan. Inzwischen konnten die Zwiebeln auch ein wenig garen und das 5-G-P die Gemüse etwas aromatisieren, also wanderten auch die auf die Teller.

Ja, es wurde Gemüse nachgekauft. Zum Beispiel Broccoli, Zuckerschoten und Zucchini. Diese freundlichen Gesellen habe ich ein wenig geschnitten, Pfannengerührt und gleichzeitig die Chuka Soba Nudeln gekocht und dann ab- und zum Gemüse geschüttet, genauso, wie einen Schluck Sojasauce.
Dann den Herd ausgeschaltet, den Deckel aufgelegt und zwei, drei Minuten Ziehen lassen.

Resteessen.
Shiitakepilze mit einer in Streifen geschnittenen Zwiebel anbraten, die verbliebenen Röllchen von gestern dazuwerfen, kurz mitbraten. Mit Sojasauce ablöschen, abdeckeln und fünf Minuten dünsten lassen. Der Herd kann aus, die Restwärme reicht.

Es begann mit einem Impulskauf. Die schlimmsten TK-Minifrühlingsrollen. Dazu habe ich folgendes gemacht:
Jasminreis garkochen, etwas abkühlen lassen mit einem Ei und vier EL Speisestärke vermengen. Würzen mit einigen Tropfen Sesamöl, 2 EL Sojasauce und 1 EL Reisessig.
Das ergibt eine trocken- klebrige Masse, die sich am Besten mit feuchten Händen weitervrarbeiten lässt.
Etwa handtellerbreite und überdaumendicke Rollen formen. Diese dann in heißem, neutralen Fett unter gelegentlichem Wenden braten. Die Burschen werden nur langsam (und nur) hellbraun.
Dazu in kleinen Schälchen: Sojasauce, Süß-Sauer Sauce und Chilisauce, die bei den Frühlingsrollen dabei war.

Mir erschien “asiatisches Pfannengemüse” vermessen und der Titel ist dann die abgeschwächte Form.

Zuckerschoten und kleine Champignons habe ich in Sesamöl und Sonnenblumenöl angebraten, gesalzen und einige Minuten bei geschlossenem Deckel garen lassen.
Außerdem habe ich noch etwas (zum geschmacklichen Aufpeppen) doppeltgebratenes Hühnerfleisch dau gegeben: Das Fleisch des Huhnes von gestern habe ich in einer Pfanne noch einmal gebraten.
Die Mischung habe ich mit Sojasauce abgelöscht und dann serviert.
Ich weiß nicht, wie ich dazu komme, es chinesisch zu nennen, wohl einfach eine Assoziation.

Aus dem Schweinefleischhügel habe ich Rippen gefischt und mit einer Gewürze- Saucenkaskade mariniert – direkt im tiefgekühlten Zustand:
Sesamöl (1 EL)
Sojasauce (3 EL)
Pekingentensauce (5 EL)
Süß-Sauer Sauce mit Ingwer
Salz
Szechuanpfeffer
Fünf-Gewürze-Pulver
Nach dem Auftauen hat sich herausgestellt, dass das Fleisch deutlich Dicker und insofern eher wie ein Braten zu behandeln sein würde. Auch gut.
Die Stücke waren für eine Stunde und zwanzig Minuten bei 200 Grad im Ofen.
Dazu: Reis.


“Hmmm, war auch mal besser” war meine Überlegung beim Kauen. Im Nachhinein konnte ich klären, woran es lag.
[Nun kommt eine Neurose zum Vorschein] Ich habe über meine älteren Aufzeichnungen herausgefunden, dass wir gedämpften Lachs zuletzt im Mai 2006 gegessen haben. Auf dem Fotomaterial ist deutlich zu sehen, dass wir es damals mit einem dünneren Endstück zu tun hatten – heute hingegen mit einem gut drei cm dicken Mittelteil. Kein Wunder also, dass die Garzeit länger war (oh Schande, dreißig Sekunden Nachgaren in der Mikrowelle) und die Zitronenaromatisierung nicht so gelang, wie ich es in Erinnerung hatte. Denn ursprünglich wollte ich so beginnen: “In Zitronenwasser gedämpfter Lachs ist die vielleicht einzige Zubereitungsart, bei der ich einen spürbaren, nicht überlagernden Aromatisierungseffekt erzielen konnte.” Vielleicht ist es aber auch ganz gut, nicht mit so einem sperrigen Satz zu beginnen.
Ich werde das also Beizeiten wiederholen.
Zur Sache:
Reiswasser aufsetzen.
Vier Lauchzwiebeln in Stücke und dann in feine Streifen schneiden, diese in einen Dämpfeinsatz geben – natürlich tut es auch ein Sieb, das man in einen Topf hängen-, aber immer noch den Deckel verschließen kann.
Die Lachsstücke dazu geben.
In den Topf, der zum Dämpfen benutzt werden soll, ein Glas Wasser gießen sowie den Saft einer Zitrone – die ausgedrückte Zitrone auch. Den Dämpfeinsatz in das Zitronenwasser stellen.
Wenn man den Reis in das kochende Wasser gibt, auch die Platte mit dem Dämpfeinsatz auf höchste Stufe anwerfen, mit geschlossenem Deckel. Im Prinzip sollte beides gemeinsam, also nach etwa sieben, acht Minuten, fertig sein.

Was sagt es eigentlich aus, wenn die Vorrede länger, als der Kerntext ist?