Ich versuche es am Besten in der Chronologie der Ereignisse. Zum besseren Verständnis der spärlichen Mengenanaben: wir waren acht Personen.
Zunächst habe ich morgens zwei Hefeteigklumpen aus dem Tiefkühler genommen, und zum auftauen/gehen in einer abgedeckten Schüssel auf die Heizung gestellt.
Mittags nahm ich acht Zwiebeln und schwitzte sie mit zwei TL Kreuzkümmel/Cumin in Olivenöl an, goss mit einem Liter Rotwein auf und kochte die Mischung so lange, bis die Flüssigkeit um die Hälte reduziert war.
Dann habe ich die Rotweinzwiebeln püriert. Dorthinein wanderten 200g Korinthen und 800g Kichererbsen.

Nachmitags habe ich die Lammkeulen (drei Stücke – insgesamt drei kg, ohne Knochen) in etwa kiwigroße Stücke geschnitten und angebraten. Weil meine Pfanne zu voll war, wässerten die Stücke und ich musste entsprechend länger auf das gewünschte Röstergebnis warten. Das Wässern ist hier kein Problem, weil man das Fleisch ja ohnehin schmoren möchte. Ich habe einmal abgelöscht.
Zwischendurch habe ich den Ofen auf 180 Grad vorgeheizt, den Hefeteig mit schwarzem Kümmel verknetet und mit den Fingern zu einer Art Fladenbrot/Focaccia geformt, mit Olivenöl besprenkelt und mit HdP bestreut. Schieb, schieb in Ofen.
Als mir der Röstgrad des Lammes ausreichend erschien, habe ich das Fleisch mit etwa fünf EL Mehl bestäubt und die Mischung kurz verrührt. So verteilt sich das Mehl (Fettmäntelchen) und spaltet sich bereits ein wenig auf (Hitze) – sodass es später ohne Klumpen die Sauce bindet.
Schnell (brennt leicht an) mit einem halben Liter Rotwein und einem Liter Wasser abgelöscht/aufgegossen (jedoch so viel Flüssigkeit, dass es fast bedeckt ist). Die Röststoffe vom Boden gekratzt, Temperatur reduziert (sodass es nur noch leise köchelt), auch hier zwei TL Kreuzkümmel/Cumin dazu gegeben, Deckel aufgelegt und eine Stunde vor sich hinblubbern lassen – vielleicht gelegentlich Rühren (bei innerer Unruhe).
Nach dieser Stunde war bei mir das Lamm noch nicht komplett weich, aber auf einem sehr guten Weg. Nun habe ich das Kichererbsen-Korinthen-Rotweinzwiebelpüree dazu gegeben, bei etwas höherer Temperatur aufgekocht und die Temperatur wieder reduziert. Alles gemeinsam mindestens eine weitere Stunde, ich plante zwei und machte drei, köcheln lassen.

Dazu Couscous, in der Instantvariante (mit siedendem Wasser übergießen, fünf Minuten warten, Butter dazu, lockern, servieren).
Man möge es mir nachsehen, dass ich keinen Teller abgebildet habe, es erschien mir unhöflich vor den Gästen.
Für BJ: der (umgekehrte) Osmoseeffekt ist hübsch.