… aufzuhören. So nett dieses Gericht ist, machte es mir deutlich, dass es an der Zeit ist maisonrant zu schließen – es verdient den Namen eigentlich schon länger nicht mehr.
Es reicht nicht, einmal im Quartal eine gute Idee zu haben und wenn, dann ist keine Zeit sie so umzusetzen, wie ich es mir eigentlich vorstelle. So verwässerte der Zeitmangel ein auch technisch anspruchsvolleres Gericht.
Zur Sache, Schätzchen

Eine Lammkeule habe ich hohl ausgelöst und den entstehenden Raum mit drei Canneloni gefüllt und die ihrerseits mit einer Spinat-Ei-Mischung* gefüllt.

Dazu Tomatensauce** in eine Ofenform gegeben sowie einige vorgegarte Kartoffeln*** und Zwiebeln.

Für eine halbe Stunde in den auf 180° vorgeheizten Ofen gegeben, den ich dann ausgeschaltet habe (musste los). Einige Stunden später noch einmal die selbe Ofenzeit.

*Langweilig – was fruchtig, säuerliches als Kontrapunkt wäre schön gewesen
** Auch langweilig – ein selbstgarendes, kleinwürfeliges Ratatouille wäre hübsch gewesen
*** Wie wäre es mit Senf und Honig marinierten und später glasierten Drillingen?
Mal wieder ein Beitrag zur Cucina Rapida, wie mir hinterher auffiel. Mit der Einschränkung, dass Schwarzwurzelschälen vielleicht der Geschwindigkeit abträglich ist …

Es begab sich so: Im Kühlschrank, fast schon verdächtig lange, lagen Schwarzwurzeln; am Wochenende kamen wir in den Genuss der Mitbringsel einer in Italien arbeitenden Kollegin meiner Ernährungsmentorin und kurz vor Feierabend bekam ich einen Anruf, dass im Bürokühlschrank Parmaschinken läge, der weg müsse und ich könne ja, wenn ich wolle. Ich wollte.
Die Idee: Schwarzwurzeln finde ich immer etwas eindimensional oder eher klassisch zu verwenden. Aufgrund der mir zugefallenen Produkte, wollte ich diese, mediterranere Variante mal probieren. Durch die Zutaten halte ich das Gericht außerdem für durchaus gehoben.

Die Schwarzwurzeln (in Wasser) schälen, in (schräge) Stücke schneiden und (mit Butter) dünsten.
Unterdessen eine Ofenform überlappend mit Parmaschinkenscheiben auslegen.
Kurz bevor die Schwarzwurzeln fertig sind, Parmesanwürfel dazu geben und leicht anschmelzen lassen.
Dann alles auf den Schinken geben und diesen Umfalten, sodass eine Art Paket entsteht.
Das dann für eine Viertelstunde in den auf 180° vorgeheizten Ofen geben und zusammenschmelzen lassen.

Zugegeben – die Schwarzwurzel geht in den sich durch Temperatur verstärkten Aromen von Parmaschinken und Parmesan ein wenig unter, das Ergebnis bleibt aber recht überzeugend.

Kein Geheimnis, keine Hürde. Ich habe das Standard Basilikum-Pinienkern-Pesto nur nie gemacht. Sicherlich wegen einiger Vorbehalte. Allerdings wurde ich kürzlich eines Besseren belehrt, was Frische im Geschmack angeht. Also heute: Pasta Pesto.

Pinienkerne anrösten, Basilikum zupfen, eine Zehe Knoblauch in Scheiben schneiden, Salz und Olivenöl - alles in einen Behälter geben und Pürieren (nein, ich hatte keine Lust zu mörsern). Fein geriebenen Parmesan (ja, ja ich weiß. Pecorino war aber nicht da) dazugeben und unterrühren.
Ich bevorzuge die nicht so lange gemörserte/pürierte Methode, denn so bleiben die Aromen klarer getrennt. Vielleicht war diese Amalgamierung der Zutaten für mich sonst immer problematisch.
Es könnte eine Hommage an Blumfeld sein, angesichts der Hässlichkeit des Ergebnisses, möchte ich aber doch davon Absehen.

Es handelt sich um eine Kombination aus Kindibelustigung und Pizza Bianco.
Nach dem Schneiden war das Essen ok – geschmeckt hat’s ohnehin.
Mir ist ein zerlegtes Kaninchen in die Hände gefallen – sogar mit Kopf, wie ich Zuhause feststellte. Der aber wanderte in den Müll. Leber, Herz und Nieren habe ich mal mitgemacht.

In einen Bräter gab ich: Grüne Oliven, eine Dose Artischocken, eine Dose Tomatenwürfel, zwei streifige Zwiebeln, zwei Zehen Knoblauch und TK- HdP.
Unterdessen briet ich die Fleischteille scharf an.

Die Gemüse mit Läufen und Keulen zuerst für eine habe Stunde bei 180° in den Ofen, der Rücken und die Innererien folgten dann für eine weitere halbe Stunde.

Trotzdessen es ziemlich wohschmeckende Sache ist, bleibt es ganz einfach – ein wenig braten, ein paar Dosen. Schönschön.

Zwiebel-, Speck- und Paprikawürfel in Olivenöl anschwitzen, etwa zwanzig Minuten. Danach Artischocken und Tomatenwürfel dazu geben und eine weitere Viertelstunde bei geschlossenem Deckel dünsten lassen.

Eine Handvoll getrockneter Tomaten in ein wenig Wasser aufkochen, abgießen und kleinschneiden.
Zwei Handvoll Zuckerschoten in Querstreifen schneiden und anschwitzen.
Makkaroni kochen.
Alles vermengen, mit Olivenöl verfeinern und mit Salz und Pfeffer würzen.

Der Kohlehydratlastige Teil der letzten drei Tage macht es eventuell deutlich. Unser Besuch ist acht. Dementsprechend kann, darf, soll Pizza nicht fehlen.
Vorweg aber, quasi für Bolli, zwei Bilder vom Teig: gestern Abend aus dem Tiefkühler geborgen, über Nacht im Kühlschrank auftauen lassen, Morgens rausgenommen und abgedeckt den ganzen Tag langsam gehen lassen. Geht gut.


Die Sorten diesmal:
Zucchini-Paprika

Champignon-Schinken

Und die Tomatenvariante, die meiner Ernährungsmentorin weniger pizzaartig und daher akzeptabler erscheint. Soll mir recht sein.
Dazu kleine Brötchen.

Alle Pizzen bei etwa 200° gebacken.
Es ist ja kein Geheimnis, dass ich Teigen so ausgeliefert bin, wie der Fischer den Gezeiten, aber dieser hier ist richtig gut. Ich wünschte nur ich wüsste genau, woran es liegt. Ich bin jedenfalls froher Hoffnung, langsam einen stabilen Standard etablieren zu können.
Endlich mal bebildert. Und die Zeit habe ich auch genau genommen, weil ich mich beeilen musste. Daher habe ich die Saucen parallel gemacht. Das “Rezept” ist auf ungefähr sechs hungrige Esser ausgelegt.

Bechamel I: Butter (1,5 EL) schmelzen lassen.
Bolognaise I: Hackfleisch (600 g) in einer Pfanne langsam braten (so lässt es Wasser, dass man ohnhin nicht haben will). Dabei immer das Hackfleich hübsch am Zusammenklumpen hindern, indem man beständig darin herumstochert.
Bechamel II: Mehl in die schäumende Butter geben, verrühren ein/zwei Minuten das Mehl sich gut verteilen/anquellen lassen.
Bolognaise II: Siehe Bolognaise I.

Bechamel III: (Einen Liter) kalte Milch zum heißen Butter-Mehl-Gemenge (Roux) geben, mit Salz, Pfeffer, Muskat würzen und von nun an häufig mit einem Schneebesen rühren, damit es nicht ansetzt und so langsam zum Kochen bringen.
Bolognaise III: Siehe Bolognaise I.
Bechamel IV: Siehe Bechamel III. Die Sauce dickt bei steigender Temperatur langsam an. Sobald sie kocht, von der Platte nehmen. Fertig.
Bolognaise IV: Tomatensauce (etwa ein Dreiviertelliter) zum mittlerweile hoffentlich gebräunten Hackfleisch geben. Verrühren, fertig.
Die Legearie: Bechamel – Lasagneblätter – Bolognaise – Bechamel usw.

So lange Schichten, bis nur noch wenig von beiden Saucen übrig ist und die dann zusammenschütten. Mit diesem Gemenge die letzte Schicht bedecken.
Bei 180° für etwa eine halbe Stunde in den Ofen geben.

Etwa zehn Minuten vor dem Ende der halben Backstunde streue ich Käse über die Lasagne, da ich ungebräunten Käse bevorzuge.
Von A-Z eine Stunde – wenn man die Tomatensauce vorbereitet hat, sonst vielleicht zehn Minuten mehr.
