Kein Geheimnis, keine Hürde. Ich habe das Standard Basilikum-Pinienkern-Pesto nur nie gemacht. Sicherlich wegen einiger Vorbehalte. Allerdings wurde ich kürzlich eines Besseren belehrt, was Frische im Geschmack angeht. Also heute: Pasta Pesto.

Pinienkerne anrösten, Basilikum zupfen, eine Zehe Knoblauch in Scheiben schneiden, Salz und Olivenöl - alles in einen Behälter geben und Pürieren (nein, ich hatte keine Lust zu mörsern). Fein geriebenen Parmesan (ja, ja ich weiß. Pecorino war aber nicht da) dazugeben und unterrühren.
Ich bevorzuge die nicht so lange gemörserte/pürierte Methode, denn so bleiben die Aromen klarer getrennt. Vielleicht war diese Amalgamierung der Zutaten für mich sonst immer problematisch.
Es gibt bei mir eigentlich drei unverbrüchliche Heiligtümer: Spargel, Lasagne und Tiramisu.

Durch den kürzlich gelesenen Beitrag bei mankannsessen.de sind gleich zwei dieser Heiligtümer ineinandergeflossen.
Nun, man soll ja seinen Geist öffnen. Das habe ich getan und nach der (auch hier) erst vor Kurzem erfolgreich angewandten Spargelgarmethode, nun also die Spargel-Lachs-Lasagne.
Mangels Technik in der Küche und ebenso mangelndem Gedächtnis mit kleinen Abweichungen zum Original (in Grauer Schrift gehalten):
- 1 Paket (500 g) Lasagnenudeln ohne Vorkochen
250 g Lasagneplatten – weil nicht mehr da war …
- 500 g weißer Spargel (Klasse II ist ausreichend)
in etwa 2 cm Stücke geschnnitten – die Köpfe kurzer gegart
- 500 g Lachsfilet ohne Haut
jep
- 1 große Dose Tomaten
Eine kleine Dose gewürfelte Tomaten
- 100 g geriebener Parmesan
Käse und Fisch – ich konnte mich nicht überwinden
- 1 Glas Weißwein
- 1 Becher Sahne
- 1/2 l Milch
- Saft einer halben Zitrone
Statt Alldem: ein Dreiviertellitel Bechamel
- Salz, Pfeffer
jep

Während die Spargelstücke in Butter dünsteten, habe ich die Bechamel angerührt, die Dose Tomaten in eine Schüssel gegeben und den Lachs in Scheiben geschnitten.
Die gegarten Spargelstücke wanderten in die Tomaten. Damit übernahm die Spargel-Tomatensauce die Rolle der Blognaise, Bechamel bleibt sie selbst und der Fisch musste dazwischengeschoben werden.

Die Lagenreihenfolge: Bechamel, Lasagneplatten,Fisch, Tomaten-Spargelsauce und wieder von vorne. Zum Abdecken ein Gemenge aus den Saucen.

Für eine halbe Stunde in den Ofen.

Eine sehr milde, angenehme Kombination. Der Spargel ging ein wenig unter, finde ich, aber Alles in Allem durchaus eine Alternative zu den zwei Heiligtümern.
Eigentlich ein sehr einfaches Nudelgericht, ich wollte nur dies Bild vom Pilzfond-durch-den-Kaffeefilter-tröpfeln-lassen loswerden.
Mehr…
Die Art Essen, die ich quasi nebenbei erledige. die Art Essen, die ich für den nächsten Tag vorbereite, während ich für den Heutigen koche. Die Art Essen, die ich früher zuhause oft bekam.

Hackfleisch anbraten. Sobald es einige Röststoffe angesetzt hat 2 EL Tomatenmark dazugeben. Sobald sich beides gut verbunden hat, die Platte ausstellen, 400 g TK-Erbsen draufkippen, mit dem Deckel verschließen. (So sollten die Erbsen einserseits auftauen und gleichzeitig den Rest herunterkühlen.) Parallel dazu Bandnudeln kochen.
Alles zusammenschütten und mit ein wenig Emmentaler verrühren sowie mit Mozzarella bedecken. Für eine Stunde bei 160° in den Ofen backen (jedenfalls wenn es kalt, wie bei mir war, kommt es noch heiß in den Ofen, reicht wahrscheinlich eine Viertelstunde gratinieren).

Einen kleinen Kürbis in Würfel schneiden und mit Speckwürfeln bei mittlerer Temperatur anschwitzen. Pastawasser aufsetzen. Spinat putzen und in eine ausreichend große Schüssel füllen.
Kurz bevor die Pasta fertig ist, einige EL vom Pastawasser zum Spinat geben, ebenso wie den mittlerweile weichen Kürbis. Verrühren – der Spinat gart bereits ein wenig.
Die Pasta dazu, weiterrühren, bis der Spinat zusammengefallen / gar ist und servieren.

Einige Bratwürste habe ich vom Darm befreit, das Brät herausgenommen und ohne weiteres Fett in einer Pfanne langsam gebraten. Unterdessen Pastawasser aufgesetzt, vier Karotten geschält, in Würfel geschnitten und ebenso in die Pfanne gegeben. Da es ein wenig zu trocken für eine Sauce wäre, gab ich eine halbe Dose Tomatenwürfel dazu und habe später einige EL Pastagarwasser zugefügt. Kurz vor dem Servieren ein wenig Basilikum eingestreut.

Dass es würziger, als normales Hackfleisch ist, brauche ich wohl nicht gesondert zu erwähnen.

Zwiebel-, Speck- und Paprikawürfel in Olivenöl anschwitzen, etwa zwanzig Minuten. Danach Artischocken und Tomatenwürfel dazu geben und eine weitere Viertelstunde bei geschlossenem Deckel dünsten lassen.

Pasta kochen und abgießen, im selben Topf Austernpilzstreifen in Olivenöl kurz anbraten, Schinken und Pecorino dazu. Mit der Pasta vermengen.
Eine Handvoll getrockneter Tomaten in ein wenig Wasser aufkochen, abgießen und kleinschneiden.
Zwei Handvoll Zuckerschoten in Querstreifen schneiden und anschwitzen.
Makkaroni kochen.
Alles vermengen, mit Olivenöl verfeinern und mit Salz und Pfeffer würzen.

Mir hat man mal gesagt, dass Rahm eingekochte und dadurch eingedickte Sahne sei – ob das wirklich stimmt, weiss ich nicht.

Pastawasser aufsetzen.
Zwiebelwürfel, eine Knoblauchzehe und Pfifferlinge bei mittlerer Temperatur in Olivenöl anschwitzen.
Wenn das Pastawasser kocht und die Pasta gut im gesalzenen Wasser gelandet ist, die Sahne (0,2 l) zu den Pfifferlingen geben und unter gelegentlichem Rühren langsam einkochen lassen.
Pasta abgießen und mit der Sauce zusammengießen.

Dazu, wie fast immer, Parmesan und für mich Pfeffer.